#myfairtrade - Magdalena Olearczyk


"Man muss das machen, woran man glaubt. Und ein gutes Produkt hat ein ganzes Netzwerk von guten Relationen mit Menschen in sich, die es mitgeschaffen haben" sagt die Handwerkerin Magdalena Olearczyk von Trashki, einer befreundeten Marke, die u.a. bei unserer wohltätigen Aktion Jeans for a Better World mitgewirkt hat. Heute teilt sie ihre Gedanken bezüglich Fair Trade mit uns im Interview der Serie #myfairtrade.

KOKOworld: Was bedeutet für Dich Fair Trade im Alltag?

Magdalena: Es ist vor allem das grün-blaue Zeichen, von Ying-Yang inspiriert, das mein Vertrauen zu den jeweiligen Produkten mit diesem Siegel weckt.

Hauptsächlich sind es Lebensmittel - Kakao, Schokolade, Bananen, aber auch Baumwolle. Es stellt eine wertvolle Information dar über den Herstellungsprozess des Produktes.

Das Siegel macht das Produkt mehr menschlich in meiner Erachtung, denn es zeigt Leute, die bei der Herstellung gearbeitet haben und dafür eine würdige Bezahlung erhalten haben.

KOKOworld: Wie versuchst Du die Idee von Fair Trade im Alltag zu verwirklichen?

Magdalena: Als Inhaberin der Marke Trashki, ist Fair Trade für mich vor allem eine Idee, Inspiration und auch ein Referenzpunkt. Es gibt drei starke Stichworte, die unsere Marke beschreiben: Upcycling, Zero Waste und Fair Trade. Upcycling deutet auf die Stoffe hin, aus denen wir unsere Taschen fertigen - das sind Stoffe, die immer aus Recycling und Wiederverwertung stammen: alte Werbebanner, Sicherheitsgürtel, Fahrradreifen und andere inspirierende Abfälle. Zero Waste deutet auf die Richtung hin, in die wir gehen möchten, um Ressourcen so gut wie möglich auszunutzen, um den eigenen Abfall zu begrenzen. Es ist auch ein Bezugspunkt zur Wiederverwendung, Energie- und Wasserverbrauch, Verwertung von Reststoffen, für die wir gerade keine Verwendung finden. Die Idee des Gerechten Handel bei Trashki steht für die Art, in der wir unsere Beziehungen zu allen, mit denen wir zusammenarbeiten, aufbauen, es bedeutet für uns klare und ehrliche Anrechnung jeder Leistung, das Unterschreiben von Verträgen und das zeitgerechte Erfüllen dieser. Fair Trade bedeutet für mich Verantwortung für die Leute, die für uns arbeiten oder mit uns zusammenarbeiten, für den Herstellungsprozess von Taschen aus Wiederverwertung, es bedeutet Ehrlichkeit und Authentizität.



KOKOworld: Was sind Deiner Meinung nach die größten Herausforderungen in diesem Bereich?

Magdalena: Die Idee selbst ist eine Herausforderung. Sie verlangt von uns viel Verantwortlichkeit und Redlichkeit, Konsequenz und manchmal auch Hartnäckigkeit, starken Willen. Jede Einbürgern dieser Idee ist notwendig, die Bewusstheit der Konsumenten muss wachsen, damit der Preis nicht das einzige Entscheidungskriterium für den Wert des Produktes ist, sondern die Herstellungsart, seine Qualität und Einzigartigkeit. Und dahinter stehen Menschen, was anerkannt werden sollte. Fair Trade schätzt den Wert der oft sehr schweren Arbeit von Menschen.

Die Bewusstheit dafür, wie kompliziert die Entstehungsprozesse sind, wie viel Arbeit dahinter steckt und wie viele Menschen bei der Produktion unserer Sachen, Lebensmittel, Stoffe mitwirken, was hinter dem Etikett unserer Produkte steckt, das alles weckt auch den Respekt für den Preis der Produkte, die “fair” entstehen.

KOKOworld: Dein Rezept für nachhaltige Mode?

Magdalena: Bei Trashki bedeutet es für uns das Herstellen von Taschen hoher Qualität, aus Stoffen, die aus Wiederverwertung stammen. Unsere Taschen sind ganz von industriellen Maschinen gefertigt. Wir verwenden keine Elemente tierischen Ursprungs - “die Haut reißen wir der Stadt ab”, wir verwenden keine Klebstoffe. Wir bemühen uns, um eigenen Produktionsabfall zu minimalisieren. Wir erstellen Jobs mit klaren Arbeitsbedingungen und erfüllen Aufträge zeitgerecht. Wir verfolgen blind keine Trends und rennen nicht dem Rhythmus der Großläden hinterher. Wir wollen authentisch sein bei dem, was wir machen. Im wort ÄstETIK ist das Schlüssel-Motiv der Verantwortlichkeit verborgen, in allem was wir schaffen, in Mode auch :)

KOKOworld: Welche Nachricht würdest Du gerne der ganzen Welt zur Global Education Week mitteilen?

Magdalena: Man muss das machen, woran man glaubt. Und ein gutes Produkt hat ein ganzes Netzwerk von guten Relationen mit Menschen in sich, die es mitgeschaffen haben :)

Und du? Wie würdest du diese Fragen beantworten? Mach mit und schicke uns oder poste dein Bild mit dem Tag #myfairtrade! Die Grafik findest du HIER.


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