#myfairtrade - Maria Huma

Die Global Education Week ist eine weltweite Initiative, während der jedes Jahr sämtliche Veranstaltungen und Events statfinden, die globale Bildung unterstützen, und dadurch auch die Idee des Gerechten Handels fordern. Vom 18 bis zum 26 November findet bereits die 19. Edition der GEW statt, bei der KOKOworld erneut teilnimmt! Diesmal gehen wir einen Schritt weiter und haben selbst einige Überraschungen für Euch vorbereitet, u.a. #myfairtrade - eine Interview-Serie über Fair Trade und nachhaltige Mode

Wir haben u.a. Bloggern, Designern, Aktivisten 5 kurze Fragen zum Thema Fair Trade gestellt, in denen sie uns ihre Vision des Gerechten Handel im Alltag vorstellen. Mit dabei sind Sängerin Mogli, Bloggerinnen Mia von heylilahey.com und Bina von stryletz.com, sowie das Designer-Duo Myrka Studios aus Berlin. Die Serie starten wir heute mit der Aktivistin Maria Huma aus Krakau, der Vorsitzenden der Stiftung für Verantwortungsvolle Einkäufe (pol. Fundacja Kupuj Odpowiedzialnie). Seit Jahren für Gerechten Handel engagiert, sie hat zahlreiche Kampagnen für nachhaltigeren Konsum durchgeführt. Seid Ihr neugierig, was Fair Trade für sie bedeutet?


KOKOworld: Was bedeutet für Dich Fair Trade im Alltag?

Maria: Fair Trade bedeutet für mich über Andere zu denken. Es ist eine konkrete Lösung, die diejenigen hilft, die weit entfernt von uns leben, aber mit denen uns das verbindet, dass sie Produkte für uns herstellen, die wir essen, trinken oder tragen. Beim Gerechten Handel geht es darum, dass diese “Hilfe” in der normalen, ehrlichen Bezahlung für Produkte besteht, die wir kaufen, und das macht für mich Sinn.



KOKOworld: Wie versuchst Du die Idee von Fair Trade im Alltag zu verwirklichen?

Maria: Wenn es nur möglich ist, kaufe ich Kaffee, Tee, Kakao, Schokolade, Trockenfrüchte mit dem Fair Trade Siegel. Zusätzlich achte ich auch auf den breiter gefassten bewussten und nachhaltigen Konsum: ich versuche, nur das zu kaufen, was ich wirklich brauche, ich verschwende keine Lebensmittel, ich kaufe lokale und ökologische Gemüse und Früchte, Kleidung kaufe ich in Secondhand-Shops und tausche sie, Kosmetik benutze ich fast gar nicht und Detergens nur mit dem Öko-Siegel Ecolabel.



KOKOworld: Was sind Deiner Meinung nach die größten Herausforderungen in diesem Bereich?

Maria: Wenn es um die breit gefassten bewussten und nachhaltigen Konsum und Produktion geht - dann ist die größte Herausforderung meiner Meinung nach das Recht dazu bringen, dass es mit der Globalisation Schritt hält. Damit Unternehmen nicht mehr straflos die Umwelt verschmutzen und die Arbeiter ausbeuten können, z.B. in Bangladesch, Kambodscha, Äthiopien oder Honduras. Und das gilt sowohl für die Modeindustrie, wie auch für Lebensmittel- und Bergbauindustire und viele andere. In jedem Fall ist der Mechanismus der gleiche: man versetzt die Produktion in Länder, wo Mindeststandards bezüglich Arbeitsbedingungen und Umweltschutz nicht eingehalten sind und man versucht auf diese Weise möglichst viel zu verdienen. Daher muss eine wirksame internationale Gesetzgebung entstehen, die gleichermaßen die Rechte der Arbeiter aus Europa, Asien und Lateinamerika schützt.



KOKOworld: Dein Rezept für nachhaltige Mode?

Maria: So wenig, wie nur möglich kaufen, sich austauschen, ökologische und ethische Stoffe auswählen, z.B. organische und Fair Trade Baumwolle, Leinen, Hanffaser, Tencel. Darauf achten, wer und wo das jeweilige Teil gefertigt hat. Am besten ist es immer den Produzenten oder Verkäufer zu fragen. Unternehmen in online Katalogen nachprüfen (in Polen - z.B. Dobre Zakupy www.ekonsument.pl/dobrezakupy)


KOKOworld: Welche Nachricht würdest Du gerne der ganzen Welt zur Global Education Week mitteilen?

Maria: Wir alle leben auf einem Planeten und wir haben nur einen Planeten. Daher müssen wir und sowohl um den Planeten kümmern, wie auch um sich gegenseitig. Und der erste Schritt zur größerer Verantwortlichkeit für andere und für die Umwelt, ist unser Bewusstsein. Also sollten wir uns erkundigen, wir sollten lesen, prüfen, nachfragen und vor allem dürfen wir nicht gleichgültig sein.



Mach mit und zeige uns dein Fair Trade! Poste in den Social Media oder schicke uns ein Bild mit dem Hashtag #myfairtrade - die Grafik findest du HIER.

KOKOworld