#myfairtrade - Marta Karwacka, How To Wear Fair


"Behandle andere (und die Umwelt) mit Respekt und denke daran, dass die Welt ein großes Netzwerk von Relationen ist. Sei ein aktiver und bewusster Konsument." Diese Nachricht hat für Euch dr Marta Karwacka, eine echte Expertin in Sachen nachhaltige Mode - sie ist Authorin und Mit-Authorin von zahlreichen Artikeln und individuellen, sowie Team-Forschungsprojekten zum Thema CSR. In ihre Freizeit führt sie den Blog How To Wear Fair? - heute teilt sie ein paar Gedanken mit uns :)

KOKOworld: Was bedeutet für Dich Fair Trade im Alltag?

Marta: Im Privat- und Berufsleben ist für mich Schlüssigkeit sehr wichtig. Fair Trade, als Gerechter Handel, ist Teil der Idee der nachhaltigen Entwicklung, die mir sehr Nahe liegt und der Philosophie des Lebens, deren Grundlage Respekt ist. Ich habe das Glück, dass ich mich mit diesem Thema schon mehr als 10 Jahre beruflich befasse und bin immer noch fasziniert von dem, was ich in diesem Bereich entdecke. Wenn man “Fair Trade” als gerechten Tausch betrachtet, versuche ich mich in vielen Bereichen und Tätigkeiten “fair” zu verhalten. Ich bemühe mich, um die Aufmerksamkeit auf den Menschen zu aktivieren, wenn ich mit Firmen, Studenten zusammenarbeit oder wenn ich einkaufe.

KOKOworld: Wie versuchst Du die Idee von Fair Trade im Alltag zu verwirklichen?

Marta: Genau dieselbe Frage habe ich mir selbst ein paar Jahre her gestellt… Heute versuche ich lokale Produkte zu kaufen. Seit 4 Jahre bin ich Mitglied einer Initiative, die lokale Landwirtschaft fordert, für eigenen Gebrauch habe ich auch angefangen die Leistungen von lokalen Schneiderinnen in Anspruch zu nehmen, sowie einer Juwelierin aus meiner Stadt. Ich kaufe auch gerne Produkte, die von Handwerkern aus der ganzen Welt gefertigt werden.



KOKOworld: Was sind Deiner Meinung nach die größten Herausforderungen in diesem Bereich?

Marta: Meiner Meinung nach liegt die größte Herausforderung immer noch darin, den Konsumenten bewusst zu machen, was die Lieferkette eigentlich ist und welche Kosten für die Umwelt und die Gesellschaft der heutige Konsum mit sich trägt. Es ist immer noch sehr schwierig die Konsumenten zu überzeugen, dass Sachen, die von keiner bekannten Marke stammen, auch guter und oft sogar besserer Qualität sind. Leider sind diese Sachen auch öfters teurer und schwieriger erhältlich und das ist ein ernstes Hindernis.

KOKOworld: Dein Rezept für nachhaltige Mode?

Marta: In meinem Kleiderschrank befinden sich immer mehr maßgeschneiderte Sachen, eigentlich kaufe ich keine Kleidung in Läden mehr. Ich kaufe Stoffe und wende mich an Schneiderinnen. Ich versuche auch Abfall- und Reststoffe zu benutzen, sowie Restbestände von Kollektionen, das ermöglicht den geschlossenen Kreislauf zu fordern, wofür ich mich auch schon seit einem Jahr engagiere. Schmuck kaufe ich nur von lokalen Handwerkern, Schuhe von italienischen oder polnischen Marken, die lokal produzieren.

KOKOworld: Welche Nachricht würdest Du gerne der ganzen Welt zur Global Education Week mitteilen?

Marta: Behandle andere (und die Umwelt) mit Respekt und denke daran, dass die Welt ein großes Netzwerk von Relationen ist. Sei ein aktiver und bewusster Konsument.

Und du? Wie würdest du diese Fragen beantworten? Mach mit und schicke uns oder poste dein Bild mit dem Tag #myfairtrade! Die Grafik findest du HIER.

Mit diesem Interview beenden wir unsere Interview-Reihe, die wir zur Global Education Week durchgeführt haben. Aber wir beenden bestimmt nicht die ganze Aktion und werden die Idee des Fair Trade weiterhin fordern! Bis bald!


KOKOworld